Ein Kinder-Stadtplan für Rüsselsheim

 


Wie es begann: Alles begann damit, dass Frau Lörke - Fertmann vom Stadtplanungsamt, im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Partizipation, einen Kinderstadtplan aus Mörfelden an Frau Becker gab. Frau Becker wiederum  war begeistert von der Idee eine solche Aktion auch für Rüsselsheim um zu setzten.
Gilt es doch Kinder zu mehr Bewegung zu animieren und zur bewussten Wahrnehmung ihrer Umwelt anzuhalten. Im urbanen Lebensumfeld gibt es nach Auffassung von Erwachsenen zu wenig oder nicht adäquaten Spielraum, dafür zu viel Verkehr und zu viele Gefahren.

Unter dem Motto: 
Raus in die Stadt

Die Stadt entdecken, das eigene Wohnumfeld besser kennen lernen, seine Schwächen, Gefahren, aber auch das Schöne, das Besondere mal mit anderen Augen zu sehen, dazu waren Kinder in den beiden Stadteilen Dicker Busch und Bauschheim aufgerufen.
Wieso gerade dort? Bereits im vergangenen Jahr, als ein Kinder-Stadtteilplan für die Innenstadt entwickelt worden ist, entstand der Gedanke, eine Art Puzzle zu machen. Jeder Stadtteil soll nach und nach mit Kindern erforscht und ein Stadtplan gestalten werden. Die Zusammenarbeit bot sich an und so wurden mit den Beteiligten Konzepte entwickelt, die der jeweiligen Zielgruppe und den Bedingungen des Stadtteils entsprachen.

In Bauschheim bot es sich an, weil die Vorschulkinder der Kindertagesstätte gerade an dem Projekt "Bewegte Entdeckung" teilnahmen. Der Kinderstadtplan wurde in Kooperation mit der Kindertagesstätte Lengfeldstraße erstellt. Die Druckkosten werden hier von der Lokalen Agenda 21 und dem Kinder- und Jugendbüro finanziert. Er ist im September dem Herrn Oberbürgermeister von Kindern überreicht worden. Im Dicken Busch sprach die Stadtteilwerkstatt das Kinder- und Jugendbüro darauf an. 
Der Stadtpan für Kinder im Dicken Busch wurde in Kooperation mit dem Freizeithaus Dicker Busch und der Stadtteilwerkstatt erstellt. Im Rahmen einer Projektwoche an der Georg Büchnerschule mit Kindern der 4. Klasse. Die Druckkosten finanziert das Projekt "Soziale Stadt". Das Ergebnis wurde im September am Fest zum Weltkindertag präsentiert.

Was steckt dahinter? viel Arbeit! Nach den Aktivitäten der Kinder geht es erst richtig los. Davon kann der Kartograph, Herr Müller vom Stadtplanungsamt, ein Lied singen. Was es da im einzelnen alles zu bedenken und abzugleichen gilt ist kaum vorstellbar. Absprachen mit dem Ordnungsamt, mit dem Tiefbauamt, mit der Grünpflege und dem Umweltamt, Besuch vor Ort - doch noch mal selbst nachsehen, denn die einen sagen es ist so, die anderen so... 
Also ein erheblicher Aufwand, der da zu bewältigen ist - und trotzdem macht es Spaß, denn die Kooperation mit den Kindern ist einfach ganz anderes, frisch und frei heraus und vor allem sind die Kinder hellauf begeistert, von der besonders lieben Art, mit der so ein Verwaltungsmensch sie empfängt, dabei hat man doch eher an brav sein und still sitzen müssen gedacht.

Die Stadtpläne liegen vor und können in den Stadtbüros geholt und demnächst hier heruntergeladen werden.

Beteiligte:
Kinder
Herr Dreiseitel und Herr Layer      
(Magistrat)
Frau Lörke-Fertmann, Herr Müller 
(Stadtplanungsamt)
Frau Conradi                               
(Agendabüro)
Frau Haluschka          
(Freizeithaus Dicker Busch)
Frau Wippel               
(Stadtteilwerkstatt)
Frau Pfalzgraf             
(Kindertagesstätte Lengfeldstraße)
Frau Becker               
(Kinder- und Jugendbüro)
Herr Schink                
(Jugendamt)
Herr Emmermacher     
(Jugendpflege)
Frau Reitz                  
(Kindertagesstätten)

Welche Kinder-Stadtpläne gibt es:  
Die drei Stadtteilpläne, die in Druck vorliegen, sind für die Innenstadt, Dicker Busch I u. II, sowie für Bauschheim.
Einer der beiden digitalen Stadtpläne ist für Bauschheim, der andere von und für Mädchen in Rüsselsheim, entstanden im Rahmen von "Girls in town", ein Projekt des Arbeitskreises Mädchen der Stadt Rüsselsheim, in dem das Jugendbildungswerk und das Kinder und Jugendbüro mitwirken.