Ein Kinder-Stadtplan für Rüsselsheim
Wie
es begann: Alles begann damit, dass Frau Lörke - Fertmann vom Stadtplanungsamt, im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Partizipation, einen Kinderstadtplan aus Mörfelden an Frau Becker
gab. Frau Becker wiederum war begeistert von der Idee eine solche Aktion auch für Rüsselsheim um zu setzten.
Gilt es doch Kinder zu mehr Bewegung zu animieren und zur bewussten Wahrnehmung ihrer Umwelt anzuhalten.
Im urbanen Lebensumfeld gibt es nach Auffassung von Erwachsenen zu wenig oder nicht adäquaten Spielraum, dafür zu viel Verkehr und zu viele Gefahren.
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Was
ist das Anliegen des Projekts? Die Ansichten und Meinungen der
Kinder über das Leben in der Stadt gilt es herauszufinden. Sie sollen
die Gefahren, aber auch die Vorzüge benennen. |
Wie bringen die Kinder sich ein? Die direkte Lebensumwelt soll von Kindern erforscht und erkundet werde, auf spielerische Weise - Wahrnehmung nicht nur vom Autofenster aus - sondern mal per pedes durch das Viertel gehen und gucken, genau hinschauen. Durch Fotografieren wird die Möglichkeit geschaffen Wichtiges festzuhalten, den Dingen auf den Grund zu gehen, mal anders hinzusehen. |
Unter
dem Motto:
Raus in die Stadt
Die Stadt entdecken, das eigene Wohnumfeld besser kennen lernen, seine Schwächen, Gefahren, aber auch das Schöne, das Besondere mal mit anderen Augen zu sehen, dazu waren Kinder in den beiden
Stadteilen Dicker Busch und Bauschheim aufgerufen.
Wieso gerade dort? Bereits im vergangenen Jahr,
als ein Kinder-Stadtteilplan für die Innenstadt entwickelt worden ist, entstand der Gedanke, eine Art Puzzle zu
machen. Jeder Stadtteil soll nach und nach mit Kindern erforscht und ein Stadtplan
gestalten werden. Die Zusammenarbeit bot sich an und so wurden mit den Beteiligten Konzepte entwickelt, die der jeweiligen Zielgruppe und den Bedingungen des Stadtteils entsprachen.
| In Bauschheim bot es sich an, weil die Vorschulkinder der Kindertagesstätte gerade an dem Projekt "Bewegte Entdeckung" teilnahmen. Der Kinderstadtplan wurde in Kooperation mit der Kindertagesstätte Lengfeldstraße erstellt. Die Druckkosten werden hier von der Lokalen Agenda 21 und dem Kinder- und Jugendbüro finanziert. Er ist im September dem Herrn Oberbürgermeister von Kindern überreicht worden. | Im Dicken Busch
sprach die Stadtteilwerkstatt das Kinder- und Jugendbüro darauf
an. Der Stadtpan für Kinder im Dicken Busch wurde in Kooperation mit dem Freizeithaus Dicker Busch und der Stadtteilwerkstatt erstellt. Im Rahmen einer Projektwoche an der Georg Büchnerschule mit Kindern der 4. Klasse. Die Druckkosten finanziert das Projekt "Soziale Stadt". Das Ergebnis wurde im September am Fest zum Weltkindertag präsentiert. |
Was
steckt dahinter? viel Arbeit! Nach den Aktivitäten der Kinder geht
es erst richtig los. Davon kann der Kartograph, Herr Müller vom Stadtplanungsamt,
ein Lied singen. Was es da im einzelnen alles zu bedenken und abzugleichen gilt ist kaum vorstellbar. Absprachen mit dem Ordnungsamt, mit dem Tiefbauamt, mit der Grünpflege und dem Umweltamt, Besuch vor Ort - doch noch mal selbst
nachsehen, denn die einen sagen es ist so, die anderen so...
Also ein erheblicher Aufwand, der da zu bewältigen ist - und trotzdem macht es Spaß, denn die Kooperation mit den Kindern ist einfach ganz anderes, frisch und frei heraus und vor allem sind die Kinder hellauf begeistert, von der besonders lieben Art, mit der so ein Verwaltungsmensch sie empfängt, dabei hat man doch eher an brav sein und still sitzen müssen gedacht.
Die Stadtpläne liegen vor und können in den Stadtbüros geholt und demnächst hier heruntergeladen werden.
| Beteiligte: Kinder Herr Dreiseitel und Herr Layer (Magistrat) Frau Lörke-Fertmann, Herr Müller (Stadtplanungsamt) Frau Conradi (Agendabüro) Frau Haluschka (Freizeithaus Dicker Busch) Frau Wippel (Stadtteilwerkstatt) Frau Pfalzgraf (Kindertagesstätte Lengfeldstraße) Frau Becker (Kinder- und Jugendbüro) Herr Schink (Jugendamt) Herr Emmermacher (Jugendpflege) Frau Reitz (Kindertagesstätten) |
Welche
Kinder-Stadtpläne gibt es: |